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Interview mit Daniela Hodel

(Interviewer Franky Weber)

Liebe Daniela

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um mir ein paar Fragen zu beantworten. Unseren Lesern nimmt vor allem Wunder, wie Du zum Tanzen gekommen bist.

Schon in meinem 4. Lebensjahr war ich, getrieben durch meine ältere Schwester, welche selbst das Tanzen liebte, mit RHYTMIK begonnen. Diese anfängliche Begeisterung liess mich nicht mehr los. Schon von klein auf liebte ich es, auf Bühnen zu stehen. Dieser Spass verwandelte sich in Talent durch Begeisterung.

Schön und gut, doch diese Begeisterung in solch jungen Jahren konnte doch unmöglich ausreichen, dass Du heute da stehst. In Deinem eigenen Studio? …

Nach meinen Anfängen trieb es mich zum BALLETT, welches ich neun Jahre lang sehr rege besuchte. Die Bühne – Stadttheater Winterthur -, Fernsehen und weitere Auftritte unter der Regie von der, weit über unsere Grenzen bekannte Künstlerin Claudia Corty, hat mich sehr stark fasziniert, es war daher niemals eine Bürde, intensiv und hart zu trainieren.

Oho, ja, das spricht für sich. Doch bist Du nicht im Ballett geblieben!?

Da sich in meiner Pubertät mein Musikstyl änderte, sah ich meine weitere Herausforderung im JAZZDANCE. Dieser Tanz liess mich nicht mehr los. Im Jahre 1998 habe ich es zum Abschluss zur Gymnastik- & Jazzdancepädagogin geschafft.

Moment, eine Pädagogin ist doch eine Person, welche sich mit der Erziehung befasst. Wie lässt sich das Tanzen mit der Erziehung verbinden?

Oh, ja, das lässt sich auf alle Fälle verbinden. Ich gehe sogar noch ein Stück weiter. Denn die GYMNASTIK, wie auch der JAZZDANCE ist eine Therapieform. Wir helfen dabei den Menschen, sich selbst zu helfen. Die Körperwahrnehmung wird geschult und verringert dadurch das Entstehen anatomisch bedingter Krankheiten, die aus unbewusstem Alltagsverhalten entstehen.

Also sozusagen eine Erziehung zur Vorbeugung und Therapie zur Heilung von schon vorhandenen Fehlhaltungen?

Genau. Zudem kommt der Spassfaktor, was auch der Psyche hilft. Viele depressive Leute oder Personen mit dem Burn-out-Syndrom finden wieder Halt im Leben und können sich nicht selten einen Ausweg aus ihrem Teufelskreis ertanzen. Wobei dies’ eher eine positive Nebenwirkung ist.

Die psychische, wie auch physische Vorbeugung, bzw. Therapie leuchtet mir ein. Doch zurück zu Deinem Werdegang. Was hat sich seit Deiner Diplomierung im 98 verändert?

Parallel zum JAZZDANCE habe ich mich in meinem Australienaufenthalt auf das AEROBIC konzentriert. Zurück in der Schweiz hatte ich schon bald die Möglichkeit, in einem Aerobic-Center meine 1. Schritte zur Selbständigkeit zu ertanzen. Das war im Jahr 1999.

Und da hast Du Dich etabliert und bist bis heute auf diesem Stand geblieben!?

Glaubst Du, man hat jemals im Leben ausgelernt? Jeder Mensch ist ein Unikum und daher gibt es auch viele verschiedene Therapieformen. Was für mich gut ist, kann für Dich schädlich sein. Nur der Blick in eine vielfältige Welt lässt aus dem vollen schöpfen und für jeden das richtige Programm finden. Daher bin ich stets offen, neues zu entdecken, zu lernen und mich für meine Schüler weiterzuentwickeln.

Okay, was waren also Deine weiteren Schritte in den vergangenen zehn Jahren?

Nach intensiver Suche fand ich meine weitere Herausforderung im BODY-JAM. Im Jahre 2000 durfte ich mich Body-Jam-Instruktorin nennen. Kurz darauf unterrichtete ich diese neuartige Tanztherapie in einem Fitness-Studio in Winterthur. Später lehrte ich diese Bewegungsform an drei Orten in Zürich und Winterthur.

Und von da aus?

DANCE-AEROBIC-Instructor war der nächste Schritt. Auch wurde HIP-HOP immer beliebter, was ich mir daher zur Profession machte. Auch das KICK-POWER durfte natürlich nicht fehlen …

Wow, ein Multitalent. Aber dann war Schluss. Mehr war kaum mehr möglich, oder?

Doch doch, durch eine Freundin kam die Faszination zum PILATES, da dieses im Gegensatz zu den anderen Bewegungstherapieformen eher ruhig und in-sich-gekehrt abläuft. Viele Erfolge lassen sich durch letztere Therapieform verbuchen.

Bei so vielen Therapien und Ausbildungen, da verlorst Du die Bühne wohl komplett aus den Augen? Eigentlich schade, nicht?

Im Gegenteil: Da ich noch immer die Auftritte liebe, kann man mich bei internationalen sowie nationalen Auftritten erleben …

… internationale Auftritte?

Ja, wir waren schon in vielen Städten Europas, in China, Japan & Amerika unterwegs.

Unglaublich. Doch Du sprichst von „Wir“!

Ich trete in verschiedenen Shows auf, auch in der eigenen Tanzgruppe SPEZIALDANCE. Sehr unterhaltsam ist auch das SWISSTRIO, da ich bei meinem Tanz mit Lifemusik begleitet werde. Und dann wäre da noch ein Showblock mit einem ZAUBERKÜNSTLER.

Tanzen mit magischen Elementen?

Genau. THE ROBOTIC DANCE verbindet Bewegungskultur mit dem Unerklärlichen. Diese Vorstellung gefällt uns besser, als das alte Bild vom grossen Zauberer mit der dummen Assistentin.

Das klingt alles überaus interessant, doch wie kann man Dich buchen? Oder wenn sich jemand zu einem Deiner unzähligen Kurse einschreiben will, wie muss er/sie da vorgehen?

Anmelden für Kurse, Schnupperkurse oder Therapien, kann man sich direkt auf dieser Internet-Seite. Auch wenn uns jemand für einen Anlass, wie Hochzeit, Geburtstag, Ausstellung, Messe oder Geschäftsessen buchen will.

Liebe Daniela. Nochmals danke ich Dir herzlich für dieses kurzweilige und höchst interessante Gespräch.

Es war mir eine Freude. Danke auch.